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Musikfestival Bern «rauschen»: Limited Approximations
Fr. 13. Sep. 2019 / Musik

Musikfestival Bern «rauschen»: Limited Approximations

Das Berner Sinfonieorchester unter Mario Venzago ist im Rahmen des Musikfestival Bern in der Grossen Halle zu Gast – und bringt in Werken von Alexander Skrjabin, Ivan Wyschnegradsky und Georg Friedrich Haas mikrotonale Musik zum Schweben.

Freitag 13. September 20 Uhr

Das Berner Sinfonieorchester unter Mario Venzago, dazu sechs grosse Konzertflügel – die Grosse Halle stösst am 13. September 2019 möglicherweise nicht nur räumlich an ihre Grenzen. Auch das Programm mit Werken von Skrjabin, Wyschnegradsky und Georg Friedrich Haas, das im Rahmen des Musikfestival Bern präsentiert wird, überschreitet wohl das meiste, was landläufigen Klangvorstellungen entspricht.

Der Abend beginnt mit Alexander Skrjabins Tondichtung «Prométhée», in welcher der Russe seine Visionen von einer schöpferischen, ekstatischen, fast übermenschenhaften Musik umgesetzt hat. Feuergleich lodernd scheint sie abheben und Grenzen überwinden zu wollen. Skrjabins Nachfolger in Russland vollzogen den Schritt in die Welt der Mikrotöne, allen voran Ivan Wyschnegradsky, der mit Klavieren im Viertel- und Sechsteltonabstand zu experimentieren begann. In seinem Stück «Arc-en-ciel» entwarf er so einen völlig neuen Klangraum. Dies wiederum inspirierte den Österreicher Georg Friedrich Haas, der in seiner Komposition «limited approximations» sechs Klaviere im Zwölfteltonabstand mit dem grossen Orchesterapparat konfrontiert. Was für unerfahrene Ohren zunächst nach «Verstimmung» klingen mag, lädt bald dazu ein, mit der Musik zu fliegen.

Programm

Alexander Skrjabin (1872 – 1915): «Prométhée. Le Poème du feu» op. 60 (1909/ 1910)

Ivan Wyschnegradsky (1893 – 1979): «Arc-en-ciel» für sechs Klaviere im Zwölfteltonabstand, op. 37 (1956)

Georg Friedrich Haas (*1953): «Limited approximations » für sechs Klaviere im Zwölfteltonabstand und Orchester (2010)